Münsterländische Parklandschaft & Industriekultur
Die Selmer Friedenskirche steht wahrscheinlich an einem Ort, an dem bereits vor 1.000 Jahren die Gläubigen zusammenkamen. Die Nutzung als Pfarrkirche wurde 1907 zu Gunsten der größeren, 1908 eingeweihten Ludgerikirche aufgegeben. Eine architektonische Besonderheit ist die Kirche St. Stephanus im Stadtteil Bork. Sie fällt besonders durch ihren ungewöhnlichen, fast exotisch anmutenden Zwiebelturm und ihren hellen Putz auf.

Über Jahrhunderte waren die drei Stadtteile Selm, Bork und Cappenberg eigenständige Dörfer. Aus Bork stammte das Rittergeschlecht von Bork, das zu den ersten feudalen Herren der Region zählte. Der Stadtteil Cappenberg liegt einige Kilometer östlich von Bork. Weit über die Grenzen der Stadt bekannt ist das Schloss Cappenberg. Eingebettet in den großen Cappenberger Forst, liegt es weithin strahlend auf einer Anhöhe hoch über der Lippeniederung.
Von dort genießt man einen einzigartigen Blick über die reizvolle Landschaft.
Der angrenzende Wildpark sowie der Cappenberger Wald mit seinem Netz an ausgewiesenen Wanderwegen und einer eigenen Waldschule laden zum gemütlichen Flanieren, aber auch zum sportlichen Wandern ein.
Eine Besonderheit im Ortsteil Bork ist die Alte Synagoge Selm-Bork. Die im Jahr 1800 erbaute Landsynagoge beeindruckt besonders durch ihre Deckenbemalung in der Art eines Sternenhimmels, die an eine Verheißung aus der Thora erinnern soll. Regelmäßige Führungen machen mit der Geschichte des Hauses vertraut. Besondere Highlights sind die Klezmerkonzerte im Herbst und Frühjahr.